Die Berufsausbildung in Deutschland findet in einem Dualen System statt, das bedeutet, dass die Ausbildung zum Beruf an zwei Lernorten (Betrieb und Berufsschule) stattfindet. Somit stehen am Ende der Ausbildungszeit zwei Prüfungen:

  • Abschlussprüfung der Berufsschule
  • Abschlussprüfung in einem anerkannten Ausbildungsberuf (Handwerkskammer bzw. Industrie- und Handelskammer)

Die Abschlussprüfung der Berufsschule ist eine schiftliche Prüfung in Berufstheorie je nach Ausbildungsberuf, sowie Deutsch, Gemeinschaftskunde und Wirschaftskunde. Werden alle Prüfungen erfolgreich abgelegt, bekommt die Auszubildende / der Auszubildende somit das Abschlusszeugnis der Berufsschule. Die Abschlussprüfung der Berufsschule (Berufsschulabschlusszeugnis) ist von Bedeutung für das Erreichen eines allgemeinen Schulabschlusses  (z. B. Hauptschulabschluss, Mittlerer Bildungsabschluss oder die Fachschulreife).

Die Abschlussprüfung in einem anerkannten Ausbildungsberuf (Kammerprüfung) wird je nach Ausbildungsberuf von der Handwerkskammer oder Industrie- und Handelskammer durchgeführt. Sie besteht aus einer theoretischen Prüfung und einer praktischen Prüfung.

Eine Besonderheit in Baden-Württemberg ist, dass diese beiden Abschlussprüfungen in Kooperation stattfinden, so dass die Prüfungsergebnisse der schriftlichen Prüfung der Berufsschule (Berufstheorie und Wirtschaftskunde) auch die Ergebnisse der theoretischen Kammerprüfung sind.

 

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