Am 19. Juni 2026 unter­nahm der Geschichts­kurs der TGM 12 der Gewerb­li­chen Schulen Donau­eschingen eine eintä­gige Exkur­sion zu zwei bedeu­tenden Gedenk­stätten im Zollern­alb­kreis. Ziel war es, die im Unter­richt behan­delten Themen rund um Natio­nal­so­zia­lismus, Zwangs­ar­beit und Erin­ne­rungs­kultur an authen­ti­schen Orten zu vertiefen.

Die Exkur­sion begann am KZ-Friedhof und Lernort Schöm­berg. Unter der fach­kun­digen Führung von Brigitta Marquart-Schad (Initia­tive Gedenk­stätte Ecker­wald e.V.) erhielten die Schü­le­rinnen und Schüler einen eindrucks­vollen Einblick in die Geschichte der KZ-Außen­lager Schöm­berg und Daut­mergen. Beson­ders berüh­rend war der Blick auf den großen Namens­kubus mit den über 1.700 nament­lich genannten Opfern sowie die Ausein­an­der­set­zung mit den Todes­mär­schen und der würdigen Bestat­tung der Toten nach 1945.

Im Anschluss ging es zum Gedenk­pfad Ecker­wald bei Schör­zingen. Hier erkun­deten die Teil­nehmer die Ruinen der ehema­ligen Schie­fer­öl­fa­brik „Wüste 10“ – ein Projekt des natio­nal­so­zia­lis­ti­schen „Unter­neh­mens Wüste“ aus dem letzten Kriegs­jahr 1944 /

45. Die Führung machte deut­lich, mit welchem Aufwand und welcher Bruta­lität das Regime noch kurz vor Kriegs­ende versuchte, Treib­stoff zu gewinnen – auf Kosten von über 500 Häft­lings­leben allein an diesem Ort.

Die Schü­le­rinnen und Schüler zeigten sich während der gesamten Exkur­sion aufmerksam und respekt­voll. Viele äußerten im Nach­gang, wie stark die authen­ti­schen Orte und die persön­li­chen Schick­sale der Opfer gewirkt hätten. Die Exkur­sion hat das im Unter­richt erar­bei­tete Wissen nach­haltig ergänzt und das Bewusst­sein für die Bedeu­tung histo­ri­scher Erin­ne­rung gestärkt.

Ein herz­li­cher Dank gilt unserer Guide Brigitta Marquart-Schad für die kompe­tente und einfühl­same Beglei­tung sowie der Initia­tive Gedenk­stätte Ecker­wald e.V. für die hervor­ra­gende Arbeit vor Ort.